Nach kuriosem 20:22 geht nichts mehr in Fredenbeck
Im vorletzten Saisonspiel für unsere 1. Herren verlor man gestern gegen die bisher noch ungeschlagenen Fredenbecker in der 1. Bezirksklasse verdient mit 4:9. Im einzigen Samstagsspiel der Hinrunde reisten unsere Jungs gestern ohne viel Druck an, wusste man doch, dass ein Sieg in Fredenbeck auf keinen Fall ein Muss sein würde. Darum fuhr man trotz der Aussicht auf ein sehr schweres Auswärtsspiel mit äußerst guter Laune zu den Fredenbeckern.
Das Eingangsdoppel hatte es dann gleich mal so richtig in sich. Die Gegner Martin Kück und Knut Wölpern standen noch ungeschlagen da und sollte auch gegen unser 2er-Doppel ihre weiße Weste bewahren. Farhad und Michael mussten sich verdienterweise mit 5:11, 3:11 und 8:11 geschlagen geben. Besser, weil erfolgreicher, machten es da Christoph und Marco, die sich im Entscheidungssatz gegen Springmann/Ruprecht durchsetzten konnten. Unser 3er-Doppel erwischte allerdings bei winterlichen Temperaturen in der Fredenbecker Halle einen im wahrsten Sinne des Wortes echten „Kaltstart“ und kamen anfangs gar nicht ins Spiel. So kam es, dass die Jungs gegen Walter und Dede nach zwei umkämpften Sätzen unglücklich mit 0:2 hinten lagen. Danach kam man aber auf Betriebstemperatur und gewann die nächsten beiden Sätze mit viel Kampfgeist. Trotzdem hieß der Sieger im Entscheidungssatz Fredenbeck. Mit 13:11 machten die Hausherren so den Sack gegen unser 3-er-Doppel zu.
Unser Punkt im Doppel sollte jedoch nicht der letzte des Abends sein. Trotz der klaren Niederlage von Farhad im ersten Einzel gegen Fredenbecks Spitzenspieler Martin Kück, konnten wir im ersten Durchgang im oberen Paarkreuz noch punkten. Kapitän Christoph zeigte sein Können durch den verdienten Sieg gegen Knut Wölpern, schlug diesen mit 8:11, 11:9, 11:6 und 11:7. Eine klare Sache war dann der Sieg von Fredenbecks Carsten Springmann gegen Julian. Springmann, bisher ungeschlagen im mittleren Paarkreuz, zeigte seine ganze Klasse und schlug Julian deutlich in drei Sätzen. Erfreulich war dann der anschließende Sieg vom wiedererstarkten Michael. In fünf Sätzen zeigte er Nervernstärke und schlug Fredenbecks Neuzugang André Walter verdient im Entscheidungssatz. Auch Philipp bewies, dass er es in fünf Sätzen richten kann. Er schlug, parallel zu Michael, Fredenbecks Christian Ruprecht mit 11:6, 4:11, 11:9, 4:11 und 11:7 und glich damit zum zwischenzeitlichen 4:4 aus.
Das nächste und letzte Einzel im ersten Durchgang markierte dann aber sowas wie die Wende im gesamten Spiel. Ein wirklich stark aufspielender Marco zeigte gegen Fredenbecks Dede in fünf hart umkämpften Sätzen wahren Kampfgeist. Der mehr als kuriose fünfte Satz in diesem Spiel verdient an dieser Stelle aber besondere Aufmerksamkeit. Nach ca. 10 Matchbällen für Marco, die Dede allesamt gekonnt abwehrte, siegte dieser am Ende mit 22:20 in der Verlängerung, die diesem Namen dieses Mal wirklich gerecht wurde!
Wie schon oben erwähnt, stellte diese wirklich bittere Niederlage den Knackpunkt des Spiels dar. Danach passte für uns nicht mehr viel zusammen, Fredenbeck dominierte die nächsten Partien und zog mit 8:4 davon. Lediglich Julian machte es dann im Spiel der Nummer 4 gegen die Nummer 4 wieder ziemlich spannend und gab unseren Jungs zwischenzeitlich wieder Hoffnung auf weitere Spiele. Etwas dagegen hatte aber ein starker André Walter, der Julian bis in den Entscheidungssatz zwang, wo Julian dann mit 11:13 ganz knapp unterlag und Fredenbeck den Deckel zum 9:4 drauf machte.
Ein Beinbruch war diese Niederlage allerdings auf keinen Fall für unsere Jungs, spielte man doch gegen das vermeintlich beste Team der Liga. Aus diesem Spiel mitnehmen konnte man daher hauptsächlich positive Aspekte, wie die Tatsache, dass man eindeutig auch gegen starke Teams mithalten kann. Nun ist die Hinrunde für unsere 1. Herren auch fast schon wieder vorbei. Ein letztes wichtiges Spiel liegt allerdings noch vor uns und da heißt es volle Konzentration zu wahren. Gegen Sittensen wollen wir dann unbedingt siegen, um in der Tabelle unsere gute Ausgangssituation mit dem momentanen Tabellenplatz 4 verteidigen zu können. Nach dem 27. November wissen wir dann alle mehr.
Weitere Fotos zum Spiel gibt es hier.
In diesem Sinne: Nur die SGW!


